Christiane Hoffmann – Die Träume, die wir hatten

Christiane Hoffmann erzählt in diesem Buch ihre Geschichte und die Träume, die sie mit ihrer Kommilitonin teilte. Sie beschreibt die Zeit in Russland, die vom Aufbruch und dem Ende des Kalten Krieges geprägt war, und bezieht sich dabei immer wieder auf ihre Freundin.

Diese Freundin hat beim Ausbruch des Ukraine-Krieges Selbstmord begangen. Im Buch zeigt die Autorin Vergleiche auf und geht der Frage nach, warum Russland diesen selbstmörderischen Krieg begonnen hat. Sie zieht dabei Parallelen zwischen dem Leben und dem tragischen Ende der Freundin und der Entwicklung von Russland.

Da Christiane Hoffmann Slawistik studiert und als Korrespondentin gearbeitet hat, hatte sie einen guten Zugang zu den Verhältnissen in der Ukraine und in Russland nach dem Fall der Mauer. In ihrem Buch äußert sie sich kritisch zur Ära von Boris Jelzin und zum Versagen des Westens. Sie stellt sich aber die Frage, ob die Entwicklung hätte anders gestaltet werden können, und verweist hierbei auf die traurigen Erfahrungen mit ihrer Freundin.

Allerdings hat sie später ihr Tätigkeitsfeld in den Iran verlegt. Somit ist die Zeit ab 2014 im Buch nur kurz beschrieben. Dabei sind die Minsker Gespräche gescheitert und danach hat Angela Merkel behauptet, dass Russland damit nur hingehalten wurde, um die Ukraine aufzurüsten.

Das Buch ist eine Hommage an Russland, es gibt viele Einblicke und beschreibt schöne Begegnungen. Es ist eine Geschichte von Menschen – und für mich bleibt die Hoffnung, dass die Freundschaften wieder aufleben.

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