Sommerfest der GSR

Das völkerverbindende Sommerfest 2026 der Gesellschaft Schweiz-Russland (GSR) auf der Alp Chienere am Aecherlipass war ein rundum gelungener Erfolg. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich auf den Weg hinauf zur Alp und wurden dort von einem ausgesprochen netten Bergbauern herzlich empfangen. 

Bei herrlichstem Sommerwetter genossen die Gäste exzellente Käsespezialitäten und einen aufmerksamen Service, direkt durch die Familie der Bergbauern. Der Sbrinz von der Alp Chienere wird immer wieder als bester Sbrinz der Schweiz ausgezeichnet.

Neben den kulinarischen Freuden bot das Programm auch spannende Einblicke in das traditionelle Handwerk bei einem Besuch der Käserei. Viele nutzten die Gelegenheit zu einem Einkauf. 

Ein gemeinsamer Spaziergang zur Kapelle lud zu anregenden Gesprächen vor eindrücklicher Bergkulisse ein. Der Präsident der Gesellschaft erläuterte das Verhältnis von Obwalden und Nidwalden. Der Blick auf dem Sarnersee ist wunderschön gewesen. 

Als süsse Erfrischung spendierte die GSR allen Anwesenden einen feinen Eiskaffee mit Rahm.

Der erlebnisreiche Tag hat allen Beteiligten ausserordentlich gut gefallen und bleibt als wunderbarer Sommermoment in bester Erinnerung.

Die Faszination der russischen Orchester- und Musiklandschaft

Ein Überblick über meisterhafte Traditionen, Orchesterstrukturen und digitale Zugänge

Die Welt der klassischen Musik sowie der traditionellen Volksmusik in Russland blickt auf eine eindrucksvolle Geschichte und eine außergewöhnlich reichhaltige Orchesterkultur zurück. Für kulturinteressierte Mitglieder unserer Gesellschaft bietet sich hier ein faszinierendes Feld, das sowohl durch seine historische Tiefe als auch durch seine meisterhafte Ausführung bis heute maßgebende Standards setzt. Dieser Informationstext dient als ständiger Beitrag auf unserer Vereinsseite, um Hintergründe zur Orchesterlandschaft näherzubringen und dauerhafte Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese Musikkultur erlebbar wird.

Musikalische Vielfalt im digitalen Zeitalter: Das Portal meloman.ru

Ein besonders wertvoller Anlaufpunkt für alle Musikbegeisterten ist das Online-Portal meloman.ru. Dabei handelt es sich um eine umfassende digitale Konzerthalle, die Musikliebhabern weltweit den Zugang zu hochkarätigen Aufführungen ermöglicht. Nach einer einfachen und kostenfreien Registrierung steht Interessierten eine riesige Mediathek mit rund 3.300 Konzertvideos zur Verfügung, die neben umfangreichen Archivaufnahmen auch regelmäßige Live-Übertragungen aus den großen Konzert- und Philharmoniesälen umfasst.

Auf dieser Plattform präsentieren sich Orchester aus ganz Russland, deren künstlerische Qualität ausnahmslos auf höchstem Niveau einzuordnen ist. Für Vereinsmitglieder stellt dieses Portal eine permanente und barrierefreie Quelle dar, um hochkarätige Sinfoniekonzerte sowie spezialisierte Volksmusikdarbietungen flexibel und eigenständig zu entdecken.

Struktur und Dichte: Die Moskauer Orchesterlandschaft

Um die Relevanz und Ausmaße dieser Musiktradition zu verstehen, lohnt sich ein detaillierter Blick auf die Orchesterstruktur in der Hauptstadt Moskau. Mitte der 2000er Jahre wies Moskau eine Orchesterdichte auf, die im weltweiten Vergleich ihresgleichen suchte: Allein in dieser Epoche wurden in der Metropole 24 professionelle Sinfonieorchester gezählt – eine Zahl, die damals als offizieller Weltrekord galt. Bemerkenswert ist dabei, dass in dieser Aufzählung die eigenständigen Orchester der zahlreichen Opern- und Balletttheater sowie die reinen Kammerorchester noch gar nicht eingerechnet waren.

Diese 24 Sinfonieorchester gliederten sich in ein vielschichtiges System aus staatlicher Förderung und privaten Initiativen. Den Hauptstamm bildeten 17 staatliche Orchester, die von unterschiedlichen öffentlichen Stellen und Ministerien getragen wurden. Ergänzt wurde diese Landschaft durch zwei hochangesehene private Sinfonieorchester – darunter das weltweit gefeierte Russian National Orchestra – sowie durch fünf private Kammerorchester-Ensembles.

In den darauffolgenden Jahren hat sich die Orchesterlandschaft kontinuierlich weiterentwickelt. Ein herausragendes Beispiel für die neuere Entwicklung ist das Russische Nationale Jugendsinfonieorchester (RNSMO), das hochbegabte Nachwuchsmusiker vereint und spieltechnisch ebenfalls auf allerhöchstem Niveau agiert.

Die Pflege des kulturellen Erbes: Das Volksmusik-Orchester

Neben den klassischen Sinfonieorchestern nehmen die professionellen Volksmusik-Orchester eine ganz besondere Stellung im Kulturleben ein. Sie verbinden die akademische Disziplin des klassischen Orchesterspiels mit den spezifischen Klangfarben traditioneller Instrumente wie Balalaika, Domra oder Bajan. Moskau beheimatet einige der bedeutendsten Ensembles dieser Gattung, die weit über die Landesgrenzen hinaus Berühmtheit erlangten.

Zu den führenden Klangkörpern gehört das Nekrasov Akademische Orchester für Russische Volksinstrumente (Академический оркестр русских народных инструментов имени Н.Н. Некрасова), das für seine stilistische Präzision bekannt ist. Ebenso von zentraler Bedeutung ist das Osipov Staatliche Russische Volksorchester (Осипов Государственный русский народный оркестр), welches in historischen Übersichten oft als das wegweisendste Orchester seines Genres geführt wird.

Eine weitere feste Größe im Konzertleben stellt das traditionsreiche Andreyev Russisches Volksorchester dar. Abgerundet wird das Spektrum durch Ausprägungen wie das Russische Orchester für Populäre Musik „Meister Russlands“ (Русский оркестр популярной музыки «Мастера России»), das im Folklorezentrum „Moskau“ beheimatet ist.

Freundschaftstag am Suworow-Denkmal

Brücken bauen statt Feindbilder pflegen

Jedes Jahr kommen die Nachtwölfe und die Bevölkerung am Suworow-Denkmal in Andermatt zusammen, um gemeinsam den russischen Nationalfeiertag als Tag der Freundschaft zu begehen. Im Zentrum der Veranstaltung stehen das friedliche Miteinander, der Dialog und die gegenseitige Wertschätzung.

Besucherinnen und Besucher erwartet ein stimmungsvolles Programm mit Musik, traditionellen Tänzen und kulinarischen Spezialitäten. Mitglieder unseres Vereins, die in der Vergangenheit vor Ort waren, schwärmen von der friedlichen und herzlichen Atmosphäre.

Auch für 2027 ist dieser Anlass fest eingeplant und werden die Veranstaltung ankündigen und mehr dazu schreiben.

Hier geht’s zum Video
https://ttv.swiss/Brucken-bauen-statt-Feindbilder-pflegen-Russischer-Nationalfeiertag-am-Suworow

Einblicke in Abchasien – Frieden vor Machtinteressen

Abchasien fasziniert durch eine gewaltige Naturkulisse und eine tiefe kulturelle Geschichte. Wer diese Region bereist, erlebt die sprichwörtliche kaukasische Gastfreundschaft hautnah.

Die Eindrücke vor Ort sprechen für sich: Die beleuchteten Kolonnaden am Ufer strahlen in den Abendstunden eine ganz besondere Ruhe und Eleganz aus. Beim gemeinsamen Essen an der reich gedeckten Tafel spürt man die verbindende Kraft von Gemeinschaft und Herzlichkeit, während im Hinterland die dichten Wälder, schattigen Schluchten und rauschenden Bergflüsse eine unberührte Natur offenbaren. Auch die imposanten Bauwerke wie das Kloster Neumathos (Nowy Afon) zeugen von einer reichen Geschichte und einem bedeutenden kulturellen Erbe.

Reisen ist eine der schönsten Formen der friedlichen Begegnung. Es schafft Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur. Vor Ort ist die Lage zurzeit ruhig und friedlich, und es ist zu hoffen, dass dieser Zustand bestehen bleibt.

In einer Welt voller Konflikte zeigt das Beispiel der Schweiz, wie Menschen mit verschiedenen Sprachen, Traditionen und Identitäten friedlich zusammenleben, sich gegenseitig schätzen und voneinander profitieren können. 

Das Völkerrecht sollte stets diesem Geist dienen: Es muss ein Werkzeug des humanitären Friedens, des Schutzes der Bevölkerung und des Dialogs sein. Es darf nicht dazu missbraucht werden, geopolitische Machtinteressen oder Ansprüche einzelnen Gruppen durchzusetzen oder gar neue Konflikte zu schüren. Alle territorialen und politischen Fragen müssen auf friedliche Weise und auf Augenhöhe gelöst werden.

Christiane Hoffmann – Die Träume, die wir hatten

Christiane Hoffmann erzählt in diesem Buch ihre Geschichte und die Träume, die sie mit ihrer Kommilitonin teilte. Sie beschreibt die Zeit in Russland, die vom Aufbruch und dem Ende des Kalten Krieges geprägt war, und bezieht sich dabei immer wieder auf ihre Freundin.

Diese Freundin hat beim Ausbruch des Ukraine-Krieges Selbstmord begangen. Im Buch zeigt die Autorin Vergleiche auf und geht der Frage nach, warum Russland diesen selbstmörderischen Krieg begonnen hat. Sie zieht dabei Parallelen zwischen dem Leben und dem tragischen Ende der Freundin und der Entwicklung von Russland.

Da Christiane Hoffmann Slawistik studiert und als Korrespondentin gearbeitet hat, hatte sie einen guten Zugang zu den Verhältnissen in der Ukraine und in Russland nach dem Fall der Mauer. In ihrem Buch äußert sie sich kritisch zur Ära von Boris Jelzin und zum Versagen des Westens. Sie stellt sich aber die Frage, ob die Entwicklung hätte anders gestaltet werden können, und verweist hierbei auf die traurigen Erfahrungen mit ihrer Freundin.

Allerdings hat sie später ihr Tätigkeitsfeld in den Iran verlegt. Somit ist die Zeit ab 2014 im Buch nur kurz beschrieben. Dabei sind die Minsker Gespräche gescheitert und danach hat Angela Merkel behauptet, dass Russland damit nur hingehalten wurde, um die Ukraine aufzurüsten.

Das Buch ist eine Hommage an Russland, es gibt viele Einblicke und beschreibt schöne Begegnungen. Es ist eine Geschichte von Menschen – und für mich bleibt die Hoffnung, dass die Freundschaften wieder aufleben.

Anna Netrebko kommt nach Basel

Ein musikalisches Ereignis der Extraklasse erwartet die Schweiz: Am 30. November 2026 wird die Weltklasse-Sopranistin Anna Netrebko zum ersten Mal im Stadtcasino Basel zu Gast sein. Dieser Abend verspricht aufgrund der Starbesetzung, und wegen des besonderen Programms ein Meilenstein im Schweizer Kulturkalender zu werden.

Ein Debüt voller Emotionen: Herzog Blaubarts Burg

Im Zentrum des Abends steht eine Premiere: Anna Netrebko gibt ihr Rollendebüt als Judith in Béla Bartóks tiefpsychologischem Meisterwerk Herzog Blaubarts Burg. In dieser konzertanten Aufführung wird sie die Vielschichtigkeit der Figur mit ihrer einzigartigen stimmlichen Präsenz zum Leben erwecken.

Brillanz am Klavier: Liszt und ein Ausnahmetalent

Bevor die Reise in Blaubarts Burg beginnt, gehört die Bühne der Klaviervirtuosität. Der erst 22-jährige Misi Boros, der bereits als pianistisches Ausnahmetalent gefeiert wird, interpretiert ein Klavierkonzert von Franz Liszt. Damit wird der Abend zu einer umfassenden Hommage an die ungarische Musiktradition, eingebettet in die exzellente Akustik des Basler Musiksaals.


Veranstaltungsdetails auf einen Blick

DatumZeitOrt
Montag, 30.11.202619:30 UhrStadtcasino Basel, Musiksaal

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Wie komme ich mit Menschen aus Russland in Kontakt

Am besten auf Reisen gehen – den Menschen wirklich begegnen

Wer Russland besucht, entdeckt ein Land voller Kultur, Herzlichkeit und Nachdenklichkeit. Ein Aufenthalt in Moskau, St. Petersburg oder in einer russischen Region ist weit mehr als eine Reise. Es ist eine Geste des Respekts und der Offenheit.

Die Schweizer Botschaft in Moskau unterstützt kulturelle und menschliche Begegnungen:
📍 moscow@eda.admin.ch

Wirtschaft, Kultur und kleine Gesten

Auch Handel, Bildung und Kultur sind Wege des Friedens. Ein Austausch zwischen Schulen, Hochschulen, Unternehmen oder Künstlern kann Vertrauen schaffen, wo früher Distanz war. Die Schweizerisch-Russische Handelskammer oder die Jointchambers bietet dafür eine Plattform. Sie fördert nicht nur wirtschaftliche Zusammenarbeit, sondern auch persönliche Begegnungen und kulturelle Initiativen.

Und den Präsidenten schreiben?

In einer Zeit, in der vieles von Misstrauen, Sanktionen und Vorurteilen geprägt ist, lohnt es sich, den Blick auf das Menschliche zu richten. Frieden beginnt dort, wo jemand bereit ist, sich zu öffnen, zuzuhören und das Gespräch zu suchen.

https://en.letters.kremlin.ru

Es ist klar: Vladimir Putin kann die vielen Zuschriften aus aller Welt nicht selbst lesen. Doch seine Mitarbeiter fassen die eingehenden Briefe und Mitteilungen zusammen, um ihm ein Bild davon zu geben, was Menschen denken, fühlen und hoffen. Darum kann auch eine einzelne Stimme Teil dieses Bildes werden, das Russland von der Welt empfängt.

Suvorov-Gedenkfeier in Andermatt

Am 24. September, versammeln sich Einheimische, Gäste und offizielle Delegationen zur Suworow-Gedenkfeier in Andermatt. Der russische Feldherr Generalissimus Alexander Suworow gilt als eine der bedeutendsten Militärgestalten seiner Zeit. Sein Zug durch die Schweizer Alpen im Jahr 1799, mit der dramatischen Schlacht gegen die Franzosen und der Überquerung mehrerer Alpenpässe, hat Geschichte geschrieben und Andermatt sowie die Teufelsbrücke zu symbolträchtigen Orten gemacht.

Schon am Vormittag werden Kranzniederlegungen am Gotthardpass abgehalten. Um 11:00 Uhr folgt die feierliche Gedenkveranstaltung bei der Teufelsbrücke, wo Reden, Musik und das Niederlegen von Kränzen an der Gedenkstätte den historischen Moment würdig begleiten. Anschließend lädt die Russische Botschaft zu einem Apéro ein.

Die Feier ist nicht nur ein Gedenken an die Opfer dieser kriegerischen Epoche, sondern auch ein Zeichen der Erinnerungskultur. Jahr für Jahr nehmen neben Schweizer Gästen auch viele Besucherinnen und Besucher aus Russland teil – für sie ist Suworow ein Nationalheld. Die Feierlichkeiten spiegeln so auch die Freude Russlands, das Andenken an seinen Generalissimus gemeinsam mit der Schweiz lebendig zu halten.

Zwischen Berglandschaft, geschichtsträchtiger Teufelsbrücke und der stillen Würde der Gedenkstätte entsteht ein besonderes Zusammenspiel von Natur, Geschichte und Erinnerung, das die Feier zu einem bewegenden Erlebnis macht.

Ein Lied von unserem Mitglied Stephan Zurfluh

Ein Amateur am Elbrus

SRF-Korrespondent Christof Franzen auf einer Expedition zum Berg Elbrus. Der Berg ist hoch, kalt und unberechenbar. Jedes Jahr fordert der 5642 Meter hohe Vulkan seine Opfer. Christof Franzen ist bergunerfahren und stellt sich der Herausforderung.

 

Unterwegs mit sibirischen Rentierzüchtern

Die Semjonows sind Nomaden vom Volk der Ewenken. Sie leben im sibirischen Jakutien, ganz im Osten Russlands. Im verschlafenen Dörfchen Iengra wohnen nur ein paar hundert Menschen. Doch einmal im Jahr wird es in Iengra lebendig, dann kommen tausende Besucher zum großen Fest der Rentierzüchter, mit dem das Ende des langen Winters eingeläutet wird